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DEVILS in Duisburg – Hells Bells und die Champions
(Spielbericht vom 23.01.12 Duisburg vs. Devils)

Allein an dem musikalischen Rahmen-Programm mit den „Hells Bells“ von AC/DC vor dem 1. Bully und dem legendären „We are the champions“ von Queen nach der Schlußsirene, war allen klar, die Duisburger Füchse hatten ihr Ziel, den Aufstieg in die 2. Liga gerade erreicht.

Die schon obligatorischen Aufstiegs-T-Shirts durften da nicht fehlen und schnell waren Mannschaft und Betreuerteam der Füchse neu eingekleidet. Die DEVILS sagen an dieser Stelle nochmal Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg und viel Erfolg in der 2. Liga.

Bis es soweit war, war es allerdings ein ganzes Stück Arbeit, für die ungeschlagenen Füchse. Die DEVILS hatten, trotz Ausfall von 4 Spielerinnen nicht vor, hier als kampfloser Gratulant, die Punkte den Füchsen zu schenken.

Mit dem 1. Bullyverlust am Mittelkreis nach 6 Sek. wurde es schon gefährlich für die DEVILS. Nach 40 Sek. erspielte Birgit Achtermann die erste Chance für die Devils. In der 2. konnte sich Petra Hommertgen im DEVILS Tor das erste mal auszeichnen. Machtlos war Petra in der gleichen Spielminute, als ein Abspielfehler einer DEVILS Verteidigerin, den Duisburgern das 1:0 ermöglichte. Glück und eine gute Torhüterin hatte die DEVILS zwischen der 6. und 8. Spielminute, erst bei einem Pfostenschuss und bei zwei guten Paraden von Petra Hommertgen. Konnten die Duisburger ihre erste Strafzeit aus der 4. noch schadlos überstehen, sah es nun anders aus. Vielleicht lag es an den hellseherischen Fähigkeiten des Stadionsprechers, der in der 9. bei Strafzeit gegen Duisburg „Highway to hell“ von AC/DC spielte. Charline Müller nahm die 1. Ausfahrt und glich zum 1:1 aus. In der Folgezeit entwickelten sich Chancen auf beiden Seiten. Chrissy Pütz zeigte in der 12., dass sie auch eine gute Fussballspielerin geworden wäre, als der Puck schon an ihrem Schläger vorbei war und sie ihn mit dem Fuss aus dem Verteidigungsdrittel beförderte. Die Devils Chancen aus der 11. durch Manuela Tabel und aus der 13. durch Charline Müller wurden Beute der Duisburger Torfrau. In der gleichen Spielminute musste Petra wieder ihr ganzes Können aufbieten, als die Verteidigung viel zu passiv blieb. Pech hatten die DEVILS in der 14. als eine Verteidigerin ausrutschte und die Füchse die entstandene Überzahl emotionslos zur 2:1 Führung ausnutzten. Daran,dass es schließlich nur mit dem 2:1 für Duisburg in die Kabine ging, hatte Petra großen Anteil, die in der 16. und 18. noch 2 Chancen der Duisburger vereitelte. Die DEVILS zeigten im 1. Drittel eine couragierte Leistung, beide Tore der Duisburger wurden durch unglückliche Aktionen in der Defensive begünstigt. Petra war der gewohnt starke Rückhalt in der Abwehr.

Krankheitsbedingt fand der Torwartwechsel nun schon mit Beginn des 2 Drittels statt. Elisa Bendig stand nun zwischen den Pfosten und konnte sich über Arbeitsmangel nicht beklagen (24. bei Unterzahl Devils). In der 25. spielte Charline Müller „Eine gegen alle“, konnte aber leider nicht erfolgreich abschließen. Ein katastrophaler Fehlpass einer DEVILS Spielerin ermöglichte in der 27. die nächste Großchance der Füchse – Endstation Elisa Bendig. Die Chance zum Ausgleich hatten die DEVILS in der 27. als Marion Pepels, nach einem schönen Pass von Lisa Hasselberg auf die Reise geschickt wurde, aber mit ihrem Break am Torwart scheiterte. Das Verletzungspech blieb den DEVILS im 2. Drittel treu – Birgit Achtermann blieb verletzt draußen. Die Duisburger drängten nun mit Macht auf das nächste Tor, scheiterten aber immer wieder an der gut aufgelegten Elisa Bendig ( 29., 33 und 34. Minute). Charline Müller bekam nun soviel Eiszeit, dass der Monatsbeitrag für die DEVILS sich locker rentiert hat. In der 38. krönte Charline Müller dann ihre tolle Leistung, mit einer gelungenen Einzelaktion und erzielte den Ausgleich zum 2:2. Ärgerlich aus DEVILS-Sicht war das 3:2 für Duisburg aus der 39., welches man zwar in Unterzahl hinnehmen mußte, aber durch viel Passivität einer Verteidigerin begünstigt wurde. Im 2. Drittel boten die DEVILS eine starke kämpferische und läuferische Leistung, die die Duisburger immer wieder hinderte ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Elisa Bendig knüpfte nahtlos an die starke Leistung ihrer Vorgängerin an.

Im letzten Drittel erschienen die DEVILS schon Minuten vor ihren Gegenspielrinnen auf dem Eis und erwarteten das 1. Bully. Mit dabei auch wieder Birgit Achtermann (mit eisernem Willen, einer guten medizinischen Betreuung und viel Eis) ist so manches möglich. Erspielten sich die DEVILS noch die 1. Chance in der 41. durch Charline Müller, waren die Füchse bei einer 3:1 Angriffssituation in der 42. zum 4:2 erfolgreich. Auszeichnen konnte sich Elisa in der 43. In der gleichen Spielminute konnten die Duisburger auf 5:2 erhöhen, auffällig war bei diesem Tor, dass die DEVILS Stürmerin vor dem eigenen Tor kämpfte, während die Verteidiger, doch eine eher abwartende Haltung eingenommen hatten.Glück hatten die DEVILS in der 45. als Fehlpass im Verteidigungsdrittel nicht von den Füchsen ausgenutzt werden konnte. In der nächsten Zeit, setzten sich die Duisburger minutenlang im DEVILS Abwehrdrittel fest. Die DEVILS kamen immer einen Schritt zu spät, die Duisburger zogen nun ihr Kombinationsspiel auf, ließen Puck und Gegner laufen. Unterbrochen wurde die Duisburger Dominanz durch eine Nachschusschance von Anna-Lena Wiese aus der 51. Danach wieder das alte Bild, Duisburg marschiert durch die Düsseldorfer Abwehr und wird erst durch Elisa Bendig gestoppt (52.). Hoffnung für die DEVILS keimte in der 53. auf, als Charline Müller auf Vorlage von Birgit Achtermann auf 5:3 verkürzen konnte. Begraben konnten die DEVILS alle Hoffnungen in der 55. als die Duisburger Stürmer bei einem Nachschuss gedankenschneller reagierte als die DEVILS-Abwehr und zum 6:3 erhöhten. Das Endergebnis machten die Duisburger in der 58. Minute perfekt, die eine Verteidigerin greift zu zögernd an, die Andere deckt die Gegenspielerin nicht – Endstand 7:3 für Duisburg.

Den DEVILS muss man ein Kompliment machen unter den gegebenen Umständen (Fehlen von Spielerinnen, krank ins Spiel gegangene Spielerinnen und im Spiel verletzte Spielerinnen) die Partie so lange offen gehalten zu haben.

Anmerkung: Ein Kompliment an dieser Stelle für das Duisburger „Cleverle“, welches entschieden hat , alle Sitzplätze zu sperren. Als Konsequenz mußten ältere Fans sich 90 Minuten das Spiel im stehen anschauen oder auf den kalten Steinen sitzen. Sportstadt Duisburg stellt sich der Unterzeichner anders vor.

Jürgen Hasselberg

 
 
 

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